Montag , März 27 2017
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Das Leben aus der Vergangenheit in die Zukunft holen

Warum die Erfolgsroutinen aus der Vergangenheit für die Zukunft nicht taugen

Ich bin oft geschäftlich aber auch ganz privat unterwegs und treffe dabei viele Menschen unterschiedlichster Charaktere. Zum Beispiel auch solche, die scheinbar unvermeidlich in den Ruinen der Erfolge ihrer Vergangenheit leben.

„Lebst du in der Vergangenheit oder lebst aus der Vergangenheit?“ Diese Frage stelle ich dann gern. Die Reaktionen reichen von nachdenklich bis überrascht. Oftmals kommt heraus, dass die Menschen die in den Ruinen der vergangenen Erfolge leben es nicht gelernt haben, einmal erlebte Erfolge abzuhaken und sich neuen Zielen und Möglichkeiten sowie modernen Entwicklungen zuzuwenden. Damit bleiben sie irgendwo in der Vergangenheit stehen und leben eigentlich nur noch in den Erinnerungen an bessere Zeiten.

Früher war alles besser

Es ist ein Phänomen, das typisch menschlich zu sein scheint. Die Verklärung der Vergangenheit und das Verharren in den Erfolgsroutinen der Vergangenheit. „Früher war alles besser“, „Gestern hatte ich Spass“, „Wenn ich das getan hätte, dann…“ – ständig reden wir von der Vergangenheit, aalen uns in den Erfolgen von Gestern und geniessen das staunende Zuhören, wenn wir Geschichten erzählen. Aber unsere Geschichten sind eben auch Geschichte. Vorbei, nicht mehr zu ändern, bestenfalls lehrreich, mehr aber auch nicht.

Routinen der Bequemlichkeit

beat_ambord_News2Ein Grossteil der Menschen lebt in den anerzogenen und selbst angewöhnten Routinen des Erfolgs und manchmal sogar auch in den Routinen des Misserfolgs. Aber warum sollte das Festhalten an Bewährtem auch schlecht sein? Dann ist alles so schön überschaubar, planbar und vor allem irgendwie sicher. Und bequem. Immerhin lässt sich Erfolg wiederholen, solange die Routinen stimmen. Das glauben viele. Einfache Menschen genauso wie die Anzugträger in den Chefetagen, der Arbeiter am Band ebenso, wie der Entscheidungsträger in politischen Ämtern. Und auch Verkäufer glauben, dass sich die Erfolge von gestern eben auch mit der Routine von gestern wieder einstellen werden. Dahinter steht immer ein gutes Mass an Bequemlichkeit aber auch Angst. Angst davor, etwas falsch zu machen. Angst vor dem Versagen, vor dem Verlust. Dann lieber alle so machen, wie es gestern erfolgreich war.

Aber man bedenke: Morgen ist heute gestern und gestern ist morgen dann schon vorgestern. Die Routine des Erfolgs hängt in der eiligen Zeitrechnung unserer modernen Tage immer weiter zurück und gehört irgendwann wirklich zum alten Eisen. Was aber, wenn die Routinen von gestern für das heute und morgen nicht mehr taugen. Was, wenn wir nicht darauf eingestellt sind, dem Heute aktiv und offensiv zu begegnen und was, wenn wir es nicht beherrschen, mit Visionen in die Zukunft zu schauen.

Dann werden wir wohl bald mitsamt unseren alten Routinen in der Vergangenheit verschwinden, bestenfalls eine gute Erinnerung sein und manchmal wieder davon schwärmen, dass doch früher alles besser war.

Raus aus den Routinen des Erfolgs

Was bisher Erfolg brachte, muss längst nicht dafür gut sein, immer wieder einen solchen Erfolg zu sichern. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die gestern und heute geltenden Routinen des Erfolgs morgen schon längst nicht mehr richtig greifen. Die schnell fortschreitende Entwicklung der Wissenschaft bringt immer wieder neue Entwicklungen auch in der Wirtschaft und begründet immer wieder neue Technologien. So arbeiten und leben wir heute in vielen Bereichen längst anders als vor nur zwanzig Jahren. Völlig neue Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Menschen aber auch zwischen Maschinen haben dazu geführt, dass die Erfolgsrezepte aus dem vergangenen Jahrhundert heute kaum noch wirklich zu gebrauchen sind.

Die Routinen des Erfolgs müssen sich immer wieder ändern

Beat_Ambord_news3Besonders in der Vermarktung wäre es ein Trugschluss zu glauben, dass sich Produkte und Leistungen heute mit den selben Routinen noch ebenso erfolgreich verkaufen lassen wie in den 1990er Jahren. Die Zeiten haben sich gründlich gewandelt. Mit dem Einzug des Internets praktisch in jeden Haushalt haben sich Märkte verschoben, Zielgruppen können und müssen anders definiert werden, der Marktzugang der Marktteilnehmer ist breiter geworden und irgendwie geht alles schneller.

Allein aus dieser Wahrnehmung heraus lässt sich ableiten, dass die Vermarktungsroutinen aus dem vergangenen Jahrhundert für unsere Zeit längst nicht mehr taugen. Es ist an der Zeit, sich der Gegenwart zu stellen und immer wieder den gezielten Blick in die Zukunft zu wagen. Auch wenn sich das Morgen heute nicht erleben lässt, sind wir doch in der Lage, das Heute zu gestalten und damit auch wesentlich auf das Morgen einzuwirken.

Wir müssen und aus den Erfolgsroutinen der Vergangenheit lösen

Erst wenn wir uns aus den Erfolgsroutinen der Vergangenheit lösen, haben wir die Souveränität, uns mit dem Heute aktiv auseinanderzusetzen und das Morgen zu gestalten. Dazu muss nicht jeder ein bedingungsloser Visionär sein. Viel wichtiger ist es, die Entwicklungen zu beobachten, den eigenen Standpunkt innerhalb dieser Entwicklungen zu definieren und eine Vorstellung davon zu entwickeln, wo wir uns in etwa fünf Jahren sehen wollen.

Die Beschäftigung mit den Möglichkeiten der Gegenwart und der Zukunft eröffnet uns neue Entwicklungsräume und Chancen, die wir mit den Routinen der Vergangenheit nicht sehen, geschweige denn umsetzen könnten.

Dabei ist der Blick in die Vergangenheit durchaus nicht verboten. Er sollte nur nicht zu einer Nabelschau der eigenen Erfolgsgeschichte werden, sondern vielmehr die Klarheit schaffen, wie schnell sich das Leben in all seinen Facetten verändert. Die Erkenntnis der Veränderlichkeit des Lebens ist die Voraussetzung dafür, auch Erfolgsroutinen zu verändern. Und zwar so, dass sie in das Heute passen und Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft öffnen.

Es ist also Zeit, dass Leben aus der Vergangenheit zu holen und in die Zukunft zu bringen. Dann wird aus dem „Früher war alles besser“, schnell ein „In der Zukunft werden wir noch besser“. Und aus „Wenn ich das getan hätte, …“, wird ein optimistisches „Weil ich heute dieses oder jenes tue, werde ich morgen erfolgreich sein“.

Was kann schöner sein, als der optimistische Blick in die Zukunft? Die Erfolgsroutinen von morgen werden niemals die aus der Vergangenheit sein. Es sei denn, man ist an wirklichem Erfolg nicht mehr interessiert und gibt sich lieber den Anekdoten aus der Vergangenheit, statt den Visionen für die Zukunft hin. Dann darf auch alles so bleiben, wie es war.

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About Beat Ambord

Geboren im Sommer 1967, treuer Ehemann und Vater zweier Kinder, erfolgreicher Selfmade-Verkaufstrainer der ersten Stunde. Integer, weltgewandt, erfahren begleitet Beat Ambord gern kleine aber noch viel lieber grosse Unternehmen und Marken zum Erfolg. Wenn HP, Engel&Völkers oder weitere zu neuen Markenerfolgen streben, ist Beat Ambord mit zielsicherer Analyse und dem Schwung eines wahren Machers mit dabei. Als Vermarktungsexperte ist er in vielen Chefetagen zu Hause, als Keynote-Speaker weiss er, sein Publikum zu begeistern. Was ihn noch mehr auszeichnet als seine klaren Visionen sind seine Taten. Beat Ambord redet nicht nur über Erfolg – er macht ihn. Als erfahrener Unternehmer, erfolgreicher Buchautor und eloquenter Trainer ist Beat Ambord für seine Geschäftspartner und deren Mitarbeiter ein persönlicher Partner und Vorbild. Die verbindliche und dennoch fast schon familiäre Art schafft, was Autorität und Hierarchiedenken oftmals nie erreichen könnten. Nämlich die ganz persönliche und ehrliche Art, Teamwork zu leben und dabei konzentriert und zielsicher zu den denkbar besten Ergebnissen zu kommen. Beat Ambord lebt seine Arbeit in jeder Phase und bleibt doch immer der begeisterungsfähige und ansteckend optimistische Macher des Erfolgs.

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